Newsmeldung

Sports Awards 2014

Professionelles Umfeld schaffen

Am «Sport-Awards-Abend» der Sportschule Appenzellerland nehmen einige Jugendliche Auszeichnungen entgegen, und einer wie Dominik Bütikofer erhält Komplimente für seine Hartnäckigkeit auch nebst dem Studium und dem Sport.

TEUFEN. «Die Schweiz weiss viel zu wenig, welch hervorragendes Angebot ihr im Appenzellerland habt», sagte  Martin Bütikofer. Er ist Direktor des Verkehrhauses Luzern und Vater des 17jährigen Badminton-Sportschülers Dominik, der am Freitagabend zum zweiten Mal nacheinander von der Organisation Appenzellerland Sport als «Sportschüler des Jahres» ausgezeichnet wurde.

 

«Die beste Entscheidung»

Das Modell der Sportschule Appenzellerland sei einzigartig, ergänzte Martin Bütikofer am «Sport Awards-Abend» im Teufner Linde-Saal. Sein Sohn ist als 14-jähriges Talent aus der Region Zug ins Appenzellerland gezogen, besucht die Kantonsschule Trogen und wohnt in einer Gastfamilie. «Es war die beste Entscheidung, die wir damals treffen konnten.»

 160 Personen hatten sich eingefunden: Sportschüler, Angehörige, Sponsoren, Vertretungen aus Politik, Verbänden und Schulen. Als fragender, singender und erklärender Moderator führte Jens Weber versiert durch den Abend. Ihn assistierte die Schützin Barbara Schläpfer, eine ehemalige Sportschülerin.

 

Ein Team und ein Newcomer

Ein zweites Mal hielt sich Dominik Bütikofer auf der Bühne auf: Er informierte über seine Maturarbeit, welche die Mitfinanzierung seiner Sportkarriere im Hinblick auf das Fernziel Olympische Spiele (unter anderem durch Sponsoring) beinhaltet. «Es ist einiger Aufwand dahinter. Man muss auch mit Absagen umgehen können», erzählte er. Johannes Holdener, Vorsitzender der Leitung Raiffeisenbank Appenzell, äusserte sich zum Sponsoring seiner Bank. Er riet den Jungen, bei der Suche lokale Niederlassungen zu kontaktieren. «Da kommt ihr schneller an die Leute heran, die entscheiden.»

Holdener lobte Jugendliche wie Bütikofer, die nebst dem Studium und dem Sport auch in der Schaffung eines persönlichen Umfeldes Hartnäckigkeit und Professionalität an den Tag legen. Als weibliches Pendant zu Dominik Bütikofer durfte die Leichtathletin Maartje van Beurden aus Speicher den Pokal als «Sportschülerin des Jahres» entgegennehmen – eine Wahl, die vom Trainerteam der Sportschule vorgenommen worden war. Sie gewann mit Miryam Mazenauer und Eliane Deininger (Mannschaftsmehrkampf-Gruppe des TV Teufen) auch die Auszeichnung «Sportschul-Team des Jahres»: Aus fünf Nominierungen bestimmte das Publikum den Sieger. «Newcomer des Jahres» unter den Sportschülern ist der Badminton-Spieler Julien Scheiwiller, der in der U-15-Kategorie auf beachtliche nationale und internationale Erfolge zurückblicken kann.

In Kurzinterviews gaben einige Jugendliche Einblicke in ihre Sparte, in Trainings und Wettkämpfe, in ihren schulischen und sportlichen Alltag. «Wir sind mit 56 Sportschülern aktuell gut aufgestellt und verzeichnen nach dem Rekordjahr 2013 weiterhin zahlreiche positive Resultate», sagte Sportschulleiter René Wyler, der während seinen Ausführungen auf einem Brett und einer Röhre zu balancieren hatte... In vier Gruppen stellten sich die Sportschüler kurz vor, soweit sie nicht wegen Krankheit, Trainings oder Wettkämpfen abwesend waren. Filmeinspielungen folgten. Auftritte der Jazzband der Kantonsschule Trogen bildeten den musikalischen Rahmen des Abends.