Newsmeldung

Rennbericht Jugend-EM Graz

Die Jugend-EM in Graz ist für U15 und U17 Fahrer. Man kann sich nur als Dreierteam mit mindestens einer weiblichen Person anmelden. Unser Dreierteam waren Vera Schmid, Janis Baumann und ich.

Die EM begann am letzten Montag und endete am Freitag. Wir durften fünf Rennen und einen Geschicklichkeitsparcours absolvieren.

Am Montag mussten wir ein Rennen im Team fahren, in dem es um den Startplatz für den folgenden Tag ging.

Die Strecke war ziemlich nass, da es bis eine halbe Stunde vor Start noch geregnet hatte. Das kurze Rennen dauerte nur gut zweieinhalb Minuten.

Als es dann endlich los ging, merkten wir gleich nach der ersten Kurve, dass es ziemlich rutschig geworden war. Trotzdem lief es uns ziemlich gut und wir fuhren auf den dritten Platz, worauf wir sehr stolz waren.

Am Dienstag gab es eine Team-Stafette, bei der wir mit der Startnummer drei starten konnten. Ich übernahm den Start und kam leider nicht so gut weg. In den Aufstiegen hatte ich etwas Mühe schnell und gut voran zu kommen. Ich kam als etwa zehnter in die Wechselzone. Janis und Vera lief es dann ziemlich gut. Wir wurden zweite.

Am Mittwoch fand die Kombination statt, bei der es am Morgen einen Technikparcours und am Nachmittag ein XC Rennen gab. Pro Fehler im Parcours bekam man 15 Sekunden Zeitverzögerung für den Start im Rennen. Ich war sehr motiviert, da ich den Parcours ziemlich gut im Griff hatte. Leider passierten mir aber vor lauter Nervosität vier Fehler. Zwei davon ganz gemein: Einmal fiel ich aus dem Pedal und konnte das Velo deshalb nicht mehr kontrollieren, das andere Mal stellte ich einen Fuss auf den Boden, weil ich meinte, der Schiedsrichter sei noch nicht bereit und ich müsse kurz warten.

Am Rennen musste ich deshalb mit einer Minute Rückstand starten. Ich kam gut weg und konnte mein Rennen fahren. Es reichte dann für den sechsten Platz.

Am Donnerstag kam dann das Rennen, auf das ich mich am meisten freute: Der Marathon.

Der Start war sehr locker und ich konnte mich gut positionieren. Der grobe und holperige Weg hinauf lag mir aber nicht so und ich verbrauchte viel Kraft. Als es dann später auf die asphaltierte Strasse ging, konnte ich mich etwas schonen. Nach einer kurzen Abfahrt zog ich einen Sprint an. Es konnten mir aber einige folgen. Es bildete sich an der Spitze eine Gruppe von etwa zehn Personen und das Tempo wurde verschärft. Einige Zeit später begann ich erneut mit einem Angriff und es konnten mir nur noch die zwei Schweizer Lars und Dario folgen. Wir konnten einen kleinen Vorsprung auf die anderen herausfahren.

Am höchsten Punkt angelangt, gab es nochmals einen kleinen Sprint, in dem es um die Position im Trail ging. Ich fuhr an zweiter Stelle hinein. Bei einer technischen Passage bekam ich etwas Mühe und stürzte. Ich verlor den Anschluss. Im letzten Trail bekam ich nochmal etwas Probleme und wurde von David Sulz dem Tschechen eingeholt. Vor dem Ziel kam es dann zu einem Sprint. Leider hatte David noch etwas mehr Kraft und ich überquerte die Ziellinie sechs Zehntel Sekunden später als er. Ich wurde vierter.

Nachdem ich in den letzten Tagen oft etwas Pech hatte, wollte ich am Freitag nochmals zeigen, was ich drauf hatte. Am Start kam ich sehr gut weg und konnte mir eine gute Position ergattern. Als ich dann vor den nächsten asphaltierten Kurve aus mir unerklärlichen Gründen etwas unaufmerksam oder abgelenkt war, stürzte ich. Leider konnte ein hinterer Biker nicht mehr bremsen und stürzte auf mich. Bis ich wieder frei war, wahren alle Fahrer schon vorbei. Zu meinem Glück kam danach ein Aufstieg, in dem man gut überholen konnte. Meine Beine fühlten sich super an und ich konnte mich bis zum höchsten Punkt an fünfte Stelle nach vorne arbeiten. Ich war aber so am Anschlag, dass ich in der Abfahrt an einer ziemlich einfachen Stelle stürzte. Im darauf folgenden steilen Aufstieg begann mein inker Oberschenkel ziemlich zu schmerzen. Ich musste das Tempo etwas reduzieren. Auch in den Abfahrten lief es nicht mehr so wie es sollte. Gegen Ende ging es dann aber wieder einiges besser und ich machte wieder ein paar Plätze gut. Ich wurde 17. Leider verpasste ich damit die Bronze-Medaille. Ich bin aber sehr glücklich, das es trotzdem noch für den fünften Gesamtrang reichte.

Es war eine mega spannende, strenge, lehrreiche und schöne Woche.

Herzliche Grüsse

Jean-Luc