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Sportschule Appenzellerland > Aktuelles > Badminton

Zwölf Medaillen für die Sportschule

An den Schweizer Badminton-Nachwuchsmeisterschaften holten die Schüler der Sportschule Appenzellerland zwölf Medaillen. Ihr Trainer Donovan Cuntapay freut sich darüber, aber (als Nationaltrainer) auch über die erhöhte Konkurrenz.


Badminton. Die Jugendlichen der Sportschule Appenzellerland gewannen kürzlich an den Schweizer Nachwuchs-Meisterschaften drei Medaillen in Gold, vier in Silber, fünf in Bronze. Rund 240 Spielerinnen und Spieler in den Altersklassen U 13 bis U 19 nahmen an den auf drei Tage angesetzten Turnieren im Centre de Badminton Malley in Lausanne teil. Nebst einigen Sportschülern, die für ihren Heimverein Trogen-Speicher starteten,  waren weitere Spielerinnen und Spieler aus anderen Vereinen erfolgreich, die unter der Woche an der Sportschule trainieren und in Partnerschulen den Unterricht besuchen. «Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden», sagt Donovan Cuntapay, der Trainer der Sportschule Appenzellerland. «Wir waren Pioniere, als wir anfingen, 20 Stunden pro Woche zu trainieren. Nun haben andere Regionen aufgeholt, wie Basel, Bern oder Lausanne. Auch vom Verband her wird einiges unternommen.» Entsprechend sei das Niveau an den Nachwuchs-Meisterschaften um einiges höher gewesen als noch vor drei oder vier Jahren. Als Nationaltrainer freue er sich natürlich über die erhöhte Konkurrenz, im Gegensatz zu früher würden allerdings seine Schützlinge von der Sportschule nicht mehr «ohne Weiteres» zum Erfolg kommen.

«Weiter eine führende Rolle spielen»

Aus der Delegation von Appenzellerland Sport gewann Janis Schneider (U 17) Gold im Herrendoppel, Bronze im Herreneinzel und im Gemischten Doppel, Joel Schneider (U 15) Silber im Herrendoppel, Janic Kleiner (U 19) Bronze im Herrendoppel, Fabienne Morf (U 17) Gold im Damendoppel und Bronze im Gemischten Doppel, Nadia Fankhauser (U 17) Gold in der Kategorie Mixed, Silber im Dameneinzel und im Damendoppel, Nadine Spescha (U 17) Bronze im Damendoppel, Sabrina Inauen (U 19) Silber im Damendoppel. Mit der Schweizer Meisterschaft, die früher im Februar und nun Anfang Mai stattgefunden hat, ist der letzte Saisonhöhepunkt für die Spielerinnen und Spieler vorbei. «In der Technik und im Kraftbereich sind wir nun wieder in einer Aufbauphase», erklärt Donovan Cuntapay; die nächsten wichtigen Wettkämpfe stehen erst im September auf dem Programm. «Wir wollen in der Sportschule Appenzellerland alles daran setzen, weiter eine führende Rolle zu spielen.»

 

Hundertergrenze geknackt

Auch am erstmaligen Schweizer Meistertitel der NLA-Mannschaft der Badmintonvereinigung St.Gallen – Appenzell hatten vier langjährige Absolventen der Sportschule grossen Anteil: Tenzin Pelling, Thomas Heiniger, Janic Kleiner und Livio Dorizzi. Für den Sportschulleiter Patrick Eggenberger weisen die neuerlichen Erfolge im nationalen Badmintonsport einen besonderen Wert auf: Damit ist nämlich die Anzahl der Medaillen, die von Angehörigen der Sportschule Appenzellerland in verschiedenen Sportarten an Schweizer Meisterschaften gewonnen wurden, auf über 100 angewachsen. «Dies ist für unsere Organisation, die noch nicht ganz seit fünf Jahren besteht, eine sehr erfreuliche Bilanz», sagt er. (pd)

Europameisterschaft 2009 in Slowenien

Erfahrungsbericht von Janis Schneider


Es war das erste Mal, dass ich an einer Europameisterschaft teilnehmen durfte. Als wir am Freitag in der Halle eine Stunde trainierten konnte ich mich erstmals an die Umgebung gewöhnen. Die Halle war sehr hoch und  das Timeing fehlte mir zu Beginn ein Wenig. Am Samstag begann dann der Teamevent, bei welchem unser Ziel war Erster in der Gruppe zu werden. Um dies zu erreichen mussten wir uns gegen Schweden, Ungarn und die Ukraine durchschlagen. Beim ersten Spiel gegen Schweden wurde ich im Doppel eingesetzt. Die Schweden galten als relativ stark bei den Herren und dies bestätigte sich.
Ich konnte sehr frei spielen und es lief eigentlich ganz gut. Trotzdem reichte es nicht ganz für einen Sieg. Doch ich spürte im Spiel die Unterstützung der Mannschaft und konnte Alles geben.
Im nächsten Spiel gegen Ungarn konnte ich das Einzel spielen. Ich fühlte mich fitt für diesen Match und spielte zu beginn weg gut. Es war ein sehr strenges Spiel und endete in einem 3. Satz.  Ich war körperlich ziemlich am Ende meiner Kräfte angelangt. Doch die Unterstützung des Teams half mir über meine Limite zu gehen. Ich kämpfte bis zum Schluss und es wurde eng. Ich verlor das Spiel knapp, es war schade, dass ich dieses Spiel nicht für mich entscheiden konnte.
Gegen die Ukraine spielte ich nochmals das Einzel. Wiederum spielte ich ein Top Spiel. Schlussendlich fehlte mir ein Schlag mit welchem ich verschiedene Ballwechsel hätte abschliessen können. Es fehlte wieder nur Wenig für den Sieg. Am Ende des zweiten Satzes schenkte ich dem Gegner zwei oder drei Punkte und dies kostete mich den Sieg.
Am Donnerstag hiess es für mich am Individualturnier nochmals alles zu geben. Ich spielte im Einzel gegen einen Österreicher welchen ich bereits kannte und als eher stark einschätzte. Ich hatte keinen Druck auf mir in diesem Spiel. Doch das Problem war, dass ich mir zuviel erhoffte von dem Spiel und ich überhaupt nicht mehr spielen konnte wie an den Vortagen. Ich überlegte zuviel anstatt einfach zu spielen und machte unnötige Fehler. Im zweiten Satz lief es besser aber immer noch nicht gut. Ich verlor in zwei klaren Sätzen.
Dann spielte ich noch Doppel, wobei wir in der ersten Runde nicht starke Gegner hatten. Doch unser Zusammenspiel lief überhaupt nicht gut und das Spiel wurde erst in einem 3. Satz für uns entschieden.
Am nächsten Tag spielten wir gegen die Nummer 3-4 des Turniers. Im ersten Satz spielten wir sehr gut und machten 19 Punkte. Im zweiten Satz passierte genau das Gegenteil und wir verloren klar.
Dieser Event war für mich ein tolles und lehrreiches Erlebnis. Ich habe gesehen wie stark die anderen Nationen sind, wo sie mir überlegen sind und wo sie ihre Schwächen haben. Ich habe vor allem viel an Erfahrung gewonnen und auch was es heisst in einem Spiel über seine Limite zu gehen.


Janis Schneider

Junioren Badminton WM in Malaysia

Erfahrungsbericht von Janic Kleiner


Die Vorfreude auf den Event war gross, die Freude als wir endlich nach 14 Stunden Flug in Kuala Lumpur ankamen noch grösser. Schon als wir das erste Mal frische malaysische Luft schnupperten, wussten wir, dass uns zwei harte Wochen erwarten werden. Denn nicht nur der Temperaturunterschied von 0 Grad auf über 35 Grad, sondern auch die feuchte Luft, machte uns sehr zu schaffen. Dies stellten wir bereits bei unserem ersten Training im nationalen Stützpunkt-Center von Malaysia fest. Schon nach einem kurzen Warming-up war das T-Shirt schon so nass, dass ein Neues her musste. Nach 2 Stunden und 3 weiteren neuen Shirts war das erste Training absolviert. Natürlich hatten wir anfangs noch sehr viele Mühe damit, doch nach etwa drei Tagen hatten wir uns daran gewöhnt. Wir trainierten viel mit den U17 + U19 Nationalspielern von Malaysia. Es war ein perfekter Aufbau auf die Junioren-WM, denn das Training war streng gleichzeitig aber auch mit sehr viel Sparring und Matches verbunden. Durch die sehr guten Sparringpartner konnten wir uns optimal an das Niveau gewöhnen. Wir sammelten sehr viele Erfahrungen, lernten eine neue Badmintonkultur kennen und sahen wie Topspieler des malaysischen Elite Nationalkaders, beispielsweise Lee Chong Wei trainieren. Es war eine super Woche, in der wir unglaublich viel Neues lernten und für einen ambitionierten Badmintonspieler sehr wertvoll sind.
Optimal vorbereitet reisten wir also nach Alor Setar, 6 Stunden Autofahrt nördlich von Kuala Lumpur. Der Komfort, die Hygiene und die allgemeinen Lebensstandards sind hier viel tiefer als noch in der Hauptstadt Malaysias, geschweige den in der Schweiz. Nicht wenige europäische Spieler wurden deswegen krank und mussten teils mit Fieber antreten. Wir hatten Glück und sind davon verschont worden.
Im Gegensatz zu Kuala Lumpur, wo die Hallen nicht oder nur ganz wenig gekühlt werden, bringt hier in Alor Setar eine Klimaanlage die Hallentemperatur mit ca. 28 Grad auf eine „angenehme“ Wärme. Der Nebeneffekt ist aber der Wind, der dadurch entsteht. Je nach dem von wo der Wind kommt, hat man einen härteren Smash oder muss mehr Kraft für einen Lift aufwenden. Tückisch ist auch der Seitenwind der durch die offenen Türen entsteht. Das Spielen auf den Courts ist also sehr gewöhnungsbedürftig. Wir konnten uns teils gut, teils weniger gut auf die äusseren Bedingungen einstellen. Daher gelang uns auch nicht allen, unsere beste Leistung abzurufen, welche es bei diesem Niveau und bei diesem Event braucht um eine Runde weiter zu kommen. Trotz allem haben wir gesehen, dass nicht so viel fehlt, um mit den Topspielern mithalten zu können. Den einzig grossen Mangel den wir noch besitzen, liegt in der Konstanz. Die Höhen und Tiefen der Qualität unserer Schläge sind noch viel zu gross, während bei den Spitzenspielern die Tiefen fast nicht bestehen.
Wir haben in diesen zwei Wochen sehr viel gelernt, gesehen und erlebt. Es war ein unvergesslicher Event, den wir sicherlich nie vergessen werden. Wir haben Erfahrungen gemacht, die unser (Badminton-) Leben prägen werden und die uns sowohl im Badminton als auch im privaten Leben weiterbringen und helfen werden.

Von Janic Kleiner

Badminton U17 Europameisterschaft Slowenien

Nadia Fankhauser, Fabienne Morf und Janis Schneider haben sich Ende August für die EM qualifiziert. >weiterlesen


Janis startete als erster ins  Herreneinzel. Jedoch verlor er alle drei Spiele sehr knapp. Seine Leistungskurve zeigt jedoch steil nach oben.

Fabienne Morf wurde speziell für das Damendoppel oder Gemischtdoppel selektioniert. Sie war erste Ersatzspielerin im gemischten Doppel in dieser Mannschaft. Leider kam sie nur einmal zum Einsatz und verlor in drei Sätzen gegen ein Paar aus Ungarn.

Nadia Fankhauser wurde so wie Fabienne für das Damendoppel und mixed selektioniert. Sie verpasste leider sehr knapp die Selektion für das Dameneinzel. Im Mixeddoppel kam sie im Individualturnier zum Einsatz, jedoch verloren sie in der 3.Runde gegen ein Team aus Finland. Im Damendoppel spielte sie sich zusammen mit ihrer Partnerin Nicole Schaller bis in den1/4 Final. Nadia steigerte sich von Runde zu Runde, wobei die Qualifikation für den Halbfinal greifbar nahe war.

Als Trainer der Sportschule Appenzellerland bin ich unglaublich zufrieden mit den Leistungen unserer Athleten.

Ich gratuliere allen für die super Resultate!!

Donovan Cuntapay

Erfahrungsbericht Camp Manila

3. bis 22. Juli 2009


Am Freitag, 3. Juli 2009 war es soweit 6 begeisterte Badmintonspieler trafen sich am Flughafen Zürich mit dem Nationaltrainer Donovan Cuntapay und unserer Begleiterin Anita Biedermann zu unserem Asien Trip.  Nach 6 Stunden Flug hatten wir einen Aufenthalt in Doha. Die lange Wartezeit überbrückten wir mit Essen, Gesprächen und Spielen. Mit der Qatar Airways starteten wir dann nach Manila in die Philippinen. Zu unserer grossen Überraschung wurde uns für den 9-stündigen Weiterflug die Business Class zur Verfügung gestellt. Hier konnten wir in bequemen Stühlen bzw. Liegebetten den Flug geniessen. Leider konnte dieses Angebot von Donovan nicht genutzt werden, der sich als Einziger mit der Economy Class begnügen musste.

Am Samstagnachmittag, 4. Juli um ca. 15:00 Uhr landeten wir in Manila. Hier wurden wir von unserem philippinischen Betreuer sehr herzlich empfangen. Anschliessend wurden wir mit einem Bus zu unserer Trainingshalle und Unterkunft (ABC Center) gefahren. Wir bezogen unsere einfachen Schlafräume, eingeteilt in Mädchen-, Knaben- und Trainer-Gemeinschaftsräume. An diesem Abend sind noch zwei weitere Spieler, ein Schweizer und ein Belgier, zu uns gestossen.

Am Sonntagmorgen um 6:00 Uhr hat uns das Trainerteam schon zum ersten Mal gefordert. Auf der Leichtathletikbahn mussten jeweils 4 Runden à 400m absolviert werden, dies aber mit sechs Wiederholungen. Diese Leistungsanforderung konnte nicht von allen erfüllt werden, da die klimatischen Verhältnisse für uns aussergewöhnlich waren: Hohe Luftfeuchtigkeit und warmes Klima. Am Nachmittag besuchten wir das Philippine Open und sahen spannende Finalspiele.

Ab der folgenden Woche hatten wir jeden Tag zwei Badminton-Trainings von jeweils 08:00 – 10:30 Uhr und von 17:00 – 19:30 Uhr. Diese Trainings absolvierten wir mit unseren neuen philippinischen Freunden. Von diesen Sparrinpartnern und Trainern konnten wir sehr viel profitieren.
Sie zeigten uns, wie sich das asiatische vom europäischen Badminton unterscheidet in punkto Körperhaltung, Schnelligkeit und Technik. Sehr beeindruckend ist es, wie die asiatischen Spieler konzentrierter und fokussierter trainieren.

Die ersten 4 Trainingstage waren für mich am härtesten, das Angewöhnen an das asiatische Klima hat so seine Zeit gebraucht. Natürlich haben wir nicht nur Badminton gespielt. Während der Freizeit genossen wir praktisch jeden Tag eine Shoppingtour „around Manila“. Wir besuchten das Center Greenhils, Greenbelt, Megamall und das Mall of Asia, die grösste Shopping Arena in ganz Asien.

Am letzten Wochenende unseres Aufenthaltes flogen und fuhren wir zur Insel Boracay. Wir genossen das Baden, Schnorcheln und das Jet Ski fahren in vollen Zügen. Auch die gemeinsame Sightseeing-Tour auf dieser Insel bleibt uns in aller besten Erinnerung.

Am Mittwoch 22. Juli 2009 war unser Rückflug angesagt. Gesund und voller neuer Ziele kamen wir um 19:30 Uhr in Zürich an, wo uns unsere Eltern begrüssten.


Sabrina Inauen, Sportschülerin

Sportschüler an der Junioren Europameisterschaften in Mailand

Der langersehnte Höhepunkt der Badmintonsaison, die U19 Badminton Europameisterschaften, fand vom 3. bis 12. April 09 in Mailand statt. Die Sportschüler Janic Kleiner und Livio Dorizzi sowie der ehemalige Sportschüler Thomas Heiniger waren Teil der Vertretung der Schweizer Nationalmannschaft.


Die Europameisterschaften begannen mit dem Team-Event. Die Schweiz war in der Gruppe mit Gastgeber Italien, Wales und dem favorisierten Russland. Das anfangs des Turniers festgelegte Ziel hiess, Gruppenzweiter zu werden. Mit dem Gruppensieg zu liebäugeln war aber durchaus erlaubt. Das Auftaktspiel gelang hervorragend. Die mit Heimvorteil aufspielenden Italiener mussten sich deutlich mit 1:4 geschlagen geben und auch trotz Liveübertragung auf Rai Sport fanden sie kein Mittelm, die starke Schweizer Equipe zu schlagen. Mit der Euphorie des Auftaktsieges im Bauch konnten die Schweizer Junioren am folgenden Tag noch einmal ganz grosses Badminton zeigen. Trotz starkem Widerstand der Waliser konnten die Spielfreude und der unbändigende Siegeswille der Schweizer überwiegen. Das Match wurde mit 3:2 gewonnen. Am Sonntag hiess es dann also, denn Russen eine richtig schwierige Aufgabe zu stellen, was ihnen auch sehr wohl gelang. Das Spiel um den Gruppensieg ging mit 0:5 verloren. Hervorzuheben sind jedoch die super Leistungen der einzelnen Spieler. Kaum ein Match wurde einfach so abgegeben. Insbesondere die Schweizer Herren liessen die Hoffnung der Helvetier lange bewahren. Im Herrendoppel und im Mixed war der Sieg jeweils nur zwei Punkte entfernt. Nationaltrainer Allan Scherfig und Sportschultrainer Donovan Cuntapay waren im Grossen und Ganzen äusserst zufrieden mit der Leistung des Teams. Auch wenn die Equipe den Gruppensieg nicht ganz erreichten, konnten die Spieler erhobenen Hauptes den Team-Event verlassen. Es wurden hervorragende Leistungen erbracht.


Individualturnier

Nach einem wohlverdienten Ruhetag ging es dann für die Sportschüler weiter mit dem Individualturnier. Janic Kleiner hatte sich während der vergangenen Saison einen Startplatz im Herrendoppel an der Seite von Livio Dorizzi erkämpft und konnte dort auch gleich reüssieren. Die beiden gewannen die erste Runde gegen die zur Zeit beste Doppelpaarung Italiens. In der zweiten Runde hingegen mussten sie sich gegen die gesetzten Spieler aus Tschechien geschlagen geben. Livio konnte sich dank guten Leistungen in der vergangenen Saison, im Einzel unter Beweis stellen. Nach gewonnener ersten Runde (gegen Estland), konnte er dann aber gegen den Besten Iren nicht mehr genügend Kraftreserven abrufen und verlor in drei Sätzen knapp. Ferner war der ehemalige Sportschüler Thomas Heiniger im Einsatz. Er konnte im Doppel mit Florian Schmid aus dem Wallis und im Mixed mit Cendrine Hantz (BC Uzwil) an den Start. Leider meinte es aber die Auslosung nicht so gut mit ihnen. Im Herrendoppel mussten die beiden in der ersten Runde gegen die beste dänische Paarung antreten und waren gezwungen sich in zwei Sätzen gegen die Titelanwärter geschlagen zu geben. Ebenso schwierig war die Aufgabe für Thomas und Cendrine im Mixed. Wiederum in der ersten Runde spielten sie gegen zwei Medallienanwärter aus Dänemark. Nach hartem Kampf ging dann auch dieses Spiel in zwei Sätzen verloren.


Um dieses Individualturnier noch einmal kurz aufzugreifen, bleibt zu sagen, dass es den Vertretern der Sportschüler (sowie aber auch den anderen Schweizern) nicht an sportlicher Kompetenz mangelte. Der Team-Event hat gezeigt, wie knapp es gegen grosse Badmintonländer aussehen kann und wie hartnäckig die Schweizer sein können. Man ist, als Spieler aus einem kleinen Land, aber im Individualturnier stark abhängig von der Auslosung, welche es in diesem Jahr nicht besonders gut mit den jungen Sportlern gemeint hat. Dennoch muss erwähnt bleiben, dass fast alle Schweizer an dieser EM ganz grosses Badminton gezeigt haben. Es war ein äusserst gelungener und erfolgreicher Anlass.

 

Thomas Heiniger

Topresultate in Spiez

An den Schweizer Junioren Meisterschaften vom 14. und 15. Februar 09 gewannen die Sportschüler nicht weniger als 9 Medaillen, 4 davon waren sogar goldig.


DSCN5504.JPGDie Atmosphäre am Austragungsort einer Schweizermeisterschaft ist jedes Jahr irgendwie anders als an einem gewöhnlichen nationalen Turnier. Eine gewisse Spannung, die in dieser Art sonst nie zu spüren ist, war auch in Spiez in der Hallenluft zu vernehmen. Jeder einzelne Spieler versucht sich vor jedem Spiel in seinen optimalen Leistungszustand zu versetzen, sei dies der bisher unbekannte Herausforderer oder der klare Favorit. Alle wollen zeigen was sie drauf haben. Und das haben unsere Teilnehmer der Sportschule Appenzellerland in hervorragender Manier gemacht.

 

Spescha dominiert U15

Die einzige U15-Spielerin der Sportschule zeigte gleich in allen drei Disziplinen, dass sie sich in Topform befindet. Nadine Spescha gewann nicht nur Gold in ihrer Paradedisziplin, dem Dameneinzel, sondern holte sich im gleichen Atemzug auch Silber im Damendoppel zusammen mit Chloé Hetzel und im Mixeddoppel zusammen mit Joshua Panier. Auch wenn Nadine im Dameneinzelfinal lange nicht auf Goldkurs war, konnte sie sich doch noch mit stahlharten Nerven im zweiten und dritten Satz durchsetzen und den Gang aufs oberste Treppchen in Angriff nehmen.

 

Starke Leistung der U17er

Es war klar, dass es für die Sportschüler der Kategorie U17, Fabienne Morf, Nadia Fankhauser, Jonathan Stahl und Janis Schneider, auf Grund starker Konkurrenz, enorm schwierig würde Podestplätze erreichen zu können. Aber dennoch haben es die zwei Damen geschafft sich mit ihren jeweiligen Partnerinnen bis in den Halbfinal vorzukämpfen. Die beiden Topgesetzten Paarungen waren dann zwar eine unüberwindbare Hürde, aber dennoch konnte man sich über das errungene Edelmetall freuen.

Bei den Herren zeigte sich Janis Schneider von seiner besten Seite. Zwar wurde seine Leistung nicht mit einer Medaille belohnt, aber sein hervorragendes 3-Satz-Spiel gegen den Topgesetzten Nicolas Blondel hat uns alle sehr positiv überrascht.

 

U19-Herren fest in unsren Händen

An Janic Kleiner, Livio Dorizzi und Thomas Heiniger kommt momentan kein U19-Schweizer vorbei. Nachdem Janic im Herreneinzel Viertelfinale nur hauchdünn gegen den als Nr. 2 gesetzten Benjamin Chaperon verlor, rächte ihn Livio Dorizzi im Finale und bezwang den ebengenannten Spieler in drei Sätzen, um so die goldene Medaille doch noch in die Ostschweiz zu bringen.


Ebenso souverän spielte sich Thomas Heiniger im Mixeddoppel zusammen mit Cendrine Hantz aus Uzwil ins Finale vor. Um dort die ewigen Rivalen aus Genf in ihrem Aufwärtstrend zu stoppen. Nach einem an Spannung kaum mehr zu überbietendem Finalspiel gelang es den beiden den Match für sich zu entscheiden und so das dritte Mal in Folge den Schweizermeistertitel an sich zu reissen.

Im Herrendoppel kam es zu einer Überraschung. Die bisher so dominant aufspielenden Dorizzi/Kleiner mussten sich im Halbfinale gegen zwei Westschweizer unerwartet geschlagen geben und sich so mit der Bronzenen Medaille zufrieden geben. Dass dann die Goldmedaille aber dennoch in den Händen eines Sportschülers aus dem Appenzellerland bleibt, dafür hat Thomas Heiniger gesorgt. An der Seite von Benjamin Chaperon erkämpfte er sich auch hier schon zum dritten Mal in Folge den Meistertitel in seiner Paradedisziplin.

Thomas Heiniger

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