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Physiotherapie: Interview mit Kahim Mundy

 

Kahim Mundy ist in Basel geboren und in Edmonton (Ka) sowie Formentera (Sp) aufgewachsen. Die Schulzeit absolvierte der kanadisch-schweizerische Doppelbürger in Appenzell. Nach Absolvierung des dortigen Gymnasiums besuchte er die Akademie für Physiotherapie in Landquart und Utrecht. Er arbeitete als Physiotherapeut in Altstätten und St.Gallen, nun führt er die Praxis unter dem Dach des Sport- und Gesundheitszentrums Teufen. An den Montagen unterrichtet er an der Medizinischen Fachschule in St.Gallen. Er ist seit 1991 Mitglied in der Leichtathletikabteilung des TV Teufen. Kahim Mundy hält bei seinem Stammverein noch zahlreiche Bestleistungen und amtiert unterdessen als Sprinttrainer. 2003 bis 2005 absolvierte er zwei Saisons als Bobanschieber in den Teams von Reto Rüegg und Ivo Rüegg. Er hat sich in Sportmedizin, in Sportphysiotherapie und Trainingswissenschaften weitergebildet. In einem Nachdiplomstudium liess er sich zum Ernährungsberater SPT ausbilden. Der Titel seiner Diplomarbeit: «Ernährungsberatung bei postnataler Depression». Kahim Mundy wohnt in Appenzell und ist seit Februar Vater eines Sohnes.


Warum sind Sie Physiotherapeut geworden?
«Ich bin über den Sport dazu gekommen: Als Sportler horchst du permanent in deinen Körper hinein, nimmst Warnsignale eher wahr und befasst dich mit dem Körper. Das stand sicherlich am Anfang des Entscheides, Physiotherapeut zu werden.»


Ausbildungstechnisch und punkto Anzahl der Physiotherapeuten spielt Holland hierzulande eine wichtige Rolle. Warum?
«Holland hat schon lange eine fundierte Ausbildung auf Universitäts-Niveau, das heisst also mit Akademischen Abschlüssen wie Bachelor- und Master-Degree. Dass so viele Niederländer in der Schweiz arbeiten, hat natürlich auch mit dem Arbeitsmarkt und der Stellensituation zu tun.»


Sie haben selber Leichtathletik und Bob betrieben und sind Sprinttrainer im TV Teufen. Ist es ein Vorteil, wenn ein Physiotherapeut aktiver Sportler ist oder war?
«Vermutlich schon. Ich kann vielleicht eher mitfühlen, weil ich selber ja auch Verletzungen hatte. Ein Physiotherapeut ist immer auch mehr oder weniger stark Psychologe, Motivator, Kontaktperson zwischen Arzt, Trainer und Athlet.»


Werden Sie bei Appenzellerland Sport vor allem mit Sportlern zu tun haben?

«Sicher werden wir hier manche Sportler betreuen. Aber die Praxis ist selbstverständlich für alle Leute offen. Nicht-Sportler sollen sich überhaupt nicht ausgeschlossen fühlen.»


Was ist unter dem Begriff ‚Sportphysiotherapie’ zu verstehen? Mehr als gesund kann die Person bei Ihnen ja nicht werden…

«Grundsätzlich geht es natürlich immer um eine vernünftige Behandlung, einen sinnvollen Therapieaufbau – sei es bei Sportlern oder Nichtsportlern. Aber das Niveau einer Belastung kann bei Sportlern höher sein. In der Sportphysiotherapie achten wir vor allem auch auf die Prävention von Verletzungen und Überlastungserscheinungen durch trainings- und wettkampfbegleitende Betreuung.»


Wendet ein Physiotherapeut heute persönliche Griffe und technische Mittel an, die vor fünf oder zehn Jahren noch nicht zur Verfügung standen?
«Es besteht in unseren Kreisen die Tendenz zu ‚hands off’. Sicher sind die technischen Möglichkeiten grösser als früher. Aber man muss sich natürlich, auch vor dem finanziellen Hintergrund und wegen der Ansprüche der Krankenkasse, immer fragen: Was bringt etwas (‚Evidence Based Medicine’)? Viele Physiotherapeuten werden sich zunehmend spezialisieren, zum Beispiel seien Bereiche wie Sport, Neurologie oder Kinder erwähnt. Es gilt immer, die eigenen Möglichkeiten mit Diagnose- und Behandlungsgeräten auszuschöpfen. Und klar ist: Ich werde mit vielen Patienten, nicht nur mit Sportlern, oft im Update-Fitnesszentrum im oberen Stock anzutreffen sein und an den dortigen Geräten arbeiten.»


Lernen Sie selber manchmal während einer Behandlung aus den aktuellen Beobachtungen und Erkenntnissen heraus?
«Eindeutig lässt sich sagen: Es gibt kein ‚fertiges Rezeptbuch’. So sind zehn verschiedene Patienten immer wieder zehnfach verschieden anzuschauen, die Wege immer wieder neu, um einen Erfolg der Therapie anzustreben. Der Therapeut geht nicht nur auf das medizinisch-biologische Problem ein. Auch das soziale Umfeld und die Psyche betreffen das Funktionieren im Alltag.»


Sind Sportler oft ungeduldige Patienten?

«Sie wollen ‚zwäg’ sein, logischerweise. Aber ich habe Sportler mehrheitlich als durchaus angenehme Patienten kennen gelernt. Sie sind motiviert, und mit ihnen kann man produktiv und zielgerichtet arbeiten.»


Interview: Lukas Pfiffner


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